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Seit Anfang des 19. Jahrhunderts bildete der Detmolder Fürstenhof dank eines kunstliebenden Fürsten eine in ganz Deutschland bekannte Pflegestätte der musikalischen Kunst. Davon zeugt das 1825 erbaute Hoftheater an dem Albert Lortzing von 1826-33 wirkte. Auch für die Bürger Detmolds, für die der Hof der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens war, gewann die Musik an Bedeutung. Adolf Dressel als Inspektor des Lehrer-Seminars veranstaltet elf Lippische Liederfeste (1832-44) zur Förderung des Männergesanges in Verbindung mit der Hofkapelle, deren Kapellmeister Johannes Brahms 1857 wurde. Dressel gründete 1842 die „Detmolder Liedertafel” als deren Erbe  sich die „Neue Detmolder Liedertafel” versteht. Damals waren ca. „20 Männer der gehobenen Schicht” Mitglied. Laut Satzung beabsichtigte die Liedertafel „sich zu vierstimmigem Männergesange auszubilden, sich durch freundschaftliche, ungezwungene Zusammenkünfte zu erheitern und die Liebe der Tonkunst in sich nicht nur zu befördern, sondern auch nach bestem Kräften in einem weiteren Umkreise zu verbreitern”. Mitglied konnten alle „Freunde der Tonkunst” werden. In der Satzung ist sogar von häuslichen Übungen die Rede.

Der Chorleiter und Sänger
Volker Schrewe hat im Jahre 2001 gemeinsam mit einigen ehemaligen Kommilitonen von der Detmolder Musikhochschule, eine der führenden Ausbildungsinstitutionen Deutschlands, zu Albert Lortzings 200. Geburtstag diese Liedertafel wieder zu neuem Leben erweckt. Die 16 Sänger dieser „Neuen Detmolder Liedertafel” sind nun nicht mehr Laiensänger aus der Stadt Detmold, sondern Musikprofis aus ganz Deutschland mit musikalischen Wurzeln in der Residenzstadt, die sich zum Ziel gesetzt haben Kompositionen für Männerchor, welche zum Teil in Archiven schlummern — der Detmolder Landesbibliothek ist ein Lortzing-Archiv angegliedert —  oder für Laienchöre vom Schwierigkeitsgrad einfach nicht aufführbar sind, einem breitem Publikum zu präsentieren. Viele der Kompositionen Lortzings, die die „Neue Detmolder Liedertafel“ in ihrer ersten Veröffentlichung „An den Frühling“ bei MDG zu Gehör brachte, lagen noch nicht in gedruckten Notenausgaben vor und sind nun seit 2001 auf CD  verfügbar.

Im April 2005 ist die zweite CD
„Habet Acht!“ mit romantischen Männerchören von Robert Schumann erschienen.

Foto: Klosteranlage FalkenhagenBeide CD-Produktionen wurden in der Klosterkirche Falkenhagen unter Mitwirkung der „Detmolder Hornisten“ aufgenommen.